| 02:34 Uhr

Fast fertig, noch dicht und zu klein

BER aktuell: Still ruht das Gepäckband im neuen Terminal.
BER aktuell: Still ruht das Gepäckband im neuen Terminal. FOTO: dpa
Schönefeld. Am immer noch nicht eröffneten neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) werden die Ausbaupläne konkreter. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup stellt dem Aufsichtsrat heute Grundzüge eines Masterplans vor, nach dem der drittgrößte deutsche Flughafen nach 2025 erweitert werden soll. dpa/roe

Nach Senatsangaben könnten weitere Abfertigungskapazitäten an Parkhaus-Standorten vor dem Terminal entstehen.

Der BER sollte eigentlich schon 2011 in Betrieb gehen. Der Start verzögert sich aber wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen. Lütke Daldrup strebt eine Eröffnung 2018 an, die Zeit dafür ist aber sehr knapp. Das Unternehmen will sich möglichst noch in diesem Sommer festlegen. Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" wird aber in diesem Jahr kein Eröffnungstermin mehr genannt, weil es weiter gravierende Probleme auf der Baustelle gebe.

Lütke Daldrup sagte dazu nach Angaben eines Sprechers: "Es bleibt beim Ziel, baldmöglichst Klarheit zu den Terminen am BER zu schaffen." Eine wesentliche Voraussetzung seien belastbare Vereinbarungen mit Baufirmen und Dienstleistern. "Daran arbeiten wir mit Hochdruck."

Der Berliner Luftverkehr wächst seit Jahren überdurchschnittlich. Obwohl der Neubau seit Baubeginn 2006 schon deutlich erweitert wurde, reicht er mit einer Terminalkapazität von höchstens 27 Millionen Passagieren im Jahr für die erwarteten Passagierzahlen nicht aus - im vergangenen Jahr flogen von den aktiven Flughäfen Tegel und Schönefeld schon 33 Millionen Menschen. Das alte Schönefelder Terminal für bis zu zwölf Millionen Fluggäste soll deshalb noch einige Jahre in Betrieb bleiben. Zudem soll in drei Jahren am Neubau ein Zusatzterminal für sechs Millionen Passagiere in Betrieb gehen.