Damit hätten sich etwa die Hälfte der in Frage kommenden Männer selbst gemeldet. „Diese Resonanz hat uns überrascht“, sagte Müller. Die so genannte DNA-Reihenuntersuchung, an der auch Männer aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg beteiligt waren, hatte im September 2002 begonnen. Sie gilt als letzte Chance, nach über acht Jahren den Mörder der 17-jährigen Antje und deren 18 Monate alten Cousine Sandy doch noch zu finden.
Laut Müller geht die Sonderkommission (Soko) „Wald“ davon aus, dass insgesamt 4000 bis 5000 Männer der Jahrgänge 1949 bis 1974 aus Torgau und Umgebung in das Untersuchungsraster fallen. Um Zeit zu sparen, hatte sich die Polizei in Torgau zu dem einwöchigen freiwilligen Test entschlossen. „Diejenigen, die sich nicht gemeldet haben, werden nun persönlich aufgesucht“, sagte Müller.
Es sei aber nicht nicht davon auszugehen, dass sich diese Menschen generell dem Test verweigern wollten. Bislang seien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg von der Soko „Wald“ knapp 6000 Speichelproben registriert worden. (dpa/bra)