Vor allem an Bushaltestellen und Schulen ist besondere Vorsicht geboten. Innenminister Jörg Schönbohm kündigte für die ersten Schultage verstärkte Polizeikontrollen an. Zugleich machte er darauf aufmerksam, dass die Kinder gut zu erkennen seien müssten. Dazu seien reflektierende Schulranzen und helle Kleidung geeignet.Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) verwies in Potsdam darauf, dass Brandenburger Schulwege sicherer geworden seien. Wie in jedem Jahr hätten die Behörden die Wege auch in diesen Ferien vielerorts Verbesserungen vornehmen lassen, sagte der Minister laut einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. So sei in Peitz (Spree-Neiße) ein zu mehreren Schulen führender Radweg fertiggestellt worden. Zusätzliche Absperrgitter sollen in Werder (Potsdam-Mittelmark) verhindern, dass die Schüler an einer besonders gefährlichen Stelle die Straße überqueren. Für Maßnahmen dieser Art stehen laut Ministerium landesweit rund 470 000 Euro bereit.

Zu den wichtigen Neuerungen des neuen Schuljahres zählt nach Angaben des Bildungsministeriums der Schulsozialfonds, mit dessen Hilfe Kinder aus finanzschwachen Familien sonst kostenpflichtige schulische Angebote ohne Bezahlung nutzen. Dazu gehörten eintägige Veranstaltungen und bestimmte Lernmittel. Im laufenden Jahr stelle das Land dafür 925 000 Euro zur Verfügung. 2009 sollen 2,5 Millionen Euro bereitgestellt werden.

An den 779 öffentlichen Schulen Brandenburgs unterrichten nun rund 17 000 Lehrer. Etwa 200 von ihnen seien neu eingestellt worden, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage. Entsprechend den Vorgaben des Landeshaushalts sei in diesen Fällen eine Verbeamtung vorgesehen, wenn dafür die persönlichen Voraussetzungen erfüllt seien. 85 bisher befristet angestellte Lehrer sollen unbefristete Verträge erhalten, wie es hieß. 50 Pädagogen sind weiterhin befristet im Schuldienst beschäftigt. Die Gesamtzahl der Brandenburger Schüler verringerte sich um etwa 15 000.