In den vergangenen Wochen fanden die letzten 1200 Stücke aus mehreren asiatischen Ländern ihren rechten Platz in den Räumen des Schlosses Freudenstein. Vom 20. April an ist dann die nach Ansicht von Fachleuten weltweit nahezu einmalige Sammlung in ihrer vollen Pracht zu bestaunen. Seit der Eröffnung des ersten Teils im vergangenen Oktober kamen bereits mehr als 92 000 Besucher.

Die in der Schweiz lebende und aus Sachsen stammende Unternehmerin Erika Pohl hatte im Laufe ihres Lebens in aller Welt Mineralien gesammelt. Mehr als 5000 Stücke, darunter auch viele Kostbarkeiten, kamen zusammen. Sie stellte ihr Lebenswerk als Stiftungssammlung der Bergakademie zur Verfügung. Der Wert der Kostbarkeiten wird auf Wunsch der Stifterin nicht angegeben, liegt nach Ansicht von Experten aber bei mehreren Millionen Euro.

Die durch faszinierende Qualität und außergewöhnliche Schönheit bestechenden Steine repräsentieren mehrere Millionen Jahre Erdgeschichte. In insgesamt fünf Sälen des Schlosses werden sie dem Publikum gezeigt. Der nun fertig hergerichtete Asien-Saal entführt die Besucher in eine Gebirgslandschaft mit tiefen Schluchten. Dazu wird unter dem Motto „Gullivers Reisen“ der Besucher mithilfe modernster Technik in die fantastische Welt eines Bergwerks entführt. Auch eine Reise in das Innere eines Kristalls ist so möglich.

Gezeigt werden Fluoritkristalle in vielen Farben, Antimonite bis zu einem halben Meter Länge und orangefarbene, fast goldige Mimetesitkristalle aus China. In einem kräftigen Grün präsentieren sich Pyromophite, wie sie auch im Raum Freiberg bereits entdeckt wurden. Die terra mineralis bietet nicht nur eine Zeitreise durch die Erdgeschichte, sondern informiert auch über Fundorte oder die Verarbeitung von Edelsteinen zu Schmuck.

Öffnungszeiten: täglich von 9 - 18 Uhr dpa/mb