Im Rahmen der Familienhilfe gibt sozialpädagogisches Personal Unterstützung bei der Bewältigung erzieherischer Probleme und bietet praktische Hilfe bei gravierenden Alltagsproblemen sowie Krisen im familiären Bereich.
Für 843 Familien, zu denen 1860 Kinder und Jugendliche gehörten, konnte die Hilfe im Laufe des Jahres 2001 nach durchschnittlich 19-monatiger Betreuung beendet werden. 1414 Familien wurden über das Jahresende weiter betreut. Diese Familien, in denen 3350 Kinder und Jugendliche lebten, waren überwiegend Familien von Alleinerziehenden (54 Prozent). Deren Anteil nahm im Vergleich zum Jahr 2000 um zwei Prozent zu. In 28 Prozent der Familien lebten die jungen Menschen mit den Eltern und in 17 Prozent mit einem Elternteil und einem Stiefelternteil oder Partner zusammen. In 22 Familien waren Großeltern oder Verwandte beziehungsweise Pflegeeltern die Bezugspersonen für die Kinder.
Fast 60 Prozent der Familien suchten Hilfe wegen Schwierigkeiten bei der Erziehung ihrer Kinder. 35 Prozent nannten Entwicklungsauffälligkeiten und 32 Prozent Beziehungsprobleme als hauptsächlichen Anlass. Aber auch Überschuldung sowie Schul- und Ausbildungsprobleme bei je 21 Prozent und Wohnungsprobleme bei 18 Prozent der Familien wurden als Anlass angegeben. Ein Viertel der am Jahresende betreuten Familien suchte selbst um Unterstützung nach. In den meisten Fällen ging die Initiative von den Jugendämtern aus. (dpa/wie)