Die Beamten stellten etwa 2100 Noten und rund 1090 Münzen sicher. Es handelte sich dabei vor allem um 100-Euro-Scheine beziehungsweise 2-Euro-Münzen. Im Vergleich zur Zeit vor der Euro-Einführung 2002 hat sich die Zahl der Fälle in Sachsen verdoppelt.
Den Angaben zufolge stammen die Blüten zum überwiegenden Teil aus Osteuropa und seien meist im professionellen Tiefdruckverfahren hergestellt worden. LKA-Sprecher Lothar Hofner sprach von einem nie da gewesenen Ausmaß der Falschmünzerei. Es sei mit einer weiteren deutlichen Zunahme von Falschgelddelikten nach der EU-Osterweiterung im Mai zu rechnen.
Hofner führte aus, die Täter operierten zumeist in Banden, die die Blüten aus Osteuropa nach Sachsen schafften und dort im Einzelhandel in Umlauf brächten.
Für Kunden und Händler sei es daher gleichermaßen ratsam, die Sicherheitsmerkmale von Banknoten direkt nach deren Erhalt zu kontrollieren. Leicht zu überprüfen sei beispielsweise das Wasserzeichen, das den Zahlenwert anzeigt. Gegen das Licht müsse eine weiße Zahl erkennbar sein. Bei Fälschungen sei dieses Wasserzeichen dagegen häufig dunkel. Das Risiko, an einem Bargeld-Automaten Falschgeld zu erhalten, sei indes äußerst gering.
Hofner fügte hinzu, wer gefälschte Geldscheine erkenne und dennoch weiter in den Umlauf bringe, mache sich strafbar. Falls sich ein Händler weigere, einen verdächtigen Schein zurückzunehmen, sollten die Kunden die Polizei verständigen, da in einem solchen Fall ein Anfangsverdacht vorliege. (ddp/gb)
Euro-Blütentrainer im Internet www.propk.de