Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 15 ist am Montagvormittag gegen 10.50 Uhr ein Großaufgebot der Feuerwehren geeilt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein Autofahrer in einem Skoda als Falschfahrer von Cottbus in Richtung Vetschau unterwegs gewesen. Rund zwei Kilometer nach der Anschlussstelle Cottbus-West stieß er frontal mit einem Autotransporter zusammen. Beide Fahrzeuge sind laut Polizei daraufhin in Brand geraten. Schnell griff das Feuer auch auf die acht Autos auf dem Hänger des Transporters über.

Für den Falschfahrer kam jede Hilfe zu spät. Er verbrannte der Polizei zufolge noch im Auto. Seine Identität, so Polizeisprecher Torsten Wendt, ist noch nicht bekannt. "Wir müssen damit rechnen, dass die Identifizierung etwas Zeit braucht", sagt Torsten Wendt.

In Vermisstenmeldungen tauchte der tödlich verunfallte Autofahrer gestern noch nicht auf.

Der schwer verletzte 48-jährige Lkw-Fahrer konnte geborgen werden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in Richtung Berlin in eine Klinik geflogen.

Die große Rauchwolke über der Autobahn nahe Hänchen war gegen 11 Uhr auch in Cottbus zu sehen. Die Lösch- und Bergungsarbeiten dauerten bis zum Abend. Mehrere Stunden blieb die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Gegen 14.30 Uhr konnte die Strecke in Richtung Berlin wieder freigegeben werden. Die Sachverständigen der Dekra und die Staatsanwaltschaft Cottbus sind informiert.

Wie Stefanie Klaus, Sprecherin des Polizeipräsidiums in Potsdam, mitteilt, gibt es zu Unfällen nach Geisterfahrten keine Statistik. Sie kommen zum Glück selten vor, enden aber oft besonders tragisch. Kurz vor Weihnachten hatte auf der A 38 in Sachsen-Anhalt im Kreis Mansfeld-Südharz zwischen Eisleben und Allstedt ein Falschfahrer einen Unfall verursacht. Neben dem 78-jährigen Falschfahrer starben ein 50-jähriger Autofahrer und ein 91-jähriger Beifahrer, zwei Frauen wurden schwer verletzt.