Ein genauer Starttermin stehe aber noch nicht fest. Falls sich bei der Prüfung ein Verdacht erhärte, werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dubrau betonte, dass sämtliche Zeugenaussagen herangezogen werden.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte den angeklagten Mario K. am Freitag wegen des Angriffs auf Millionärsfamilien und der Entführung eines Managers südöstlich von Berlin zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Verteidiger legten Revision ein. Der 47-Jährige hatte die Taten im Prozess bestritten. Der Täter trug jedes Mal eine Art Imkermaske.

Der Indizienprozess erregte viel Aufsehen, auch weil die umstrittene Ermittlerarbeit immer wieder Thema war. Beamte sagten aus, dass sie nicht in alle Richtungen hätten ermitteln dürfen. Ihnen kamen Zweifel zu den Angaben des Entführungsopfers. Ihre Chefs bestritten, dass kritische Fragen nicht erlaubt gewesen seien. Die Polizei will deshalb intern prüfen, wie die Arbeit bei der Soko „Imker“ genau ablief.