Zudem ist die Rede davon, dass ein Tatverdächtiger mit einem "Hitler" genannten Rechten verwechselt wurde. Solchen Medienberichten stehen offiziell nur die Aussagen der Bundesanwaltschaft gegenüber: "Zu Details von einzelnen Ermittlungsergebnissen geben wir keine Auskunft." Aus dem politischen Potsdam wird derweil der Vorwurf einer inoffiziellen Informationspolitik laut. Demnach lasse die Bundesanwaltschaft Teile ihrer Ermittlungsergebnisse an ausgewählte Medien durchsickern, heißt es. Dies wurde von der Behörde gestern dementiert. Der Übergriff vom Ostersonntag auf den dunkelhäutigen Deutschen war fraglos brutal. Doch es scheint, dass das Opfer sei ne Angreifer zuvor verbal oder handgreiflich herausgefordert hat. So zitiert die "Berliner Morgenpost" Zeugen, die gesehen hätten, wie der stark alkoholisierte 37-Jährige einem von zwei Männern nach einem kurzen Gespräch einen Tritt ins Gesäß verpasst habe. Daraufhin habe einer der beiden Männer zugeschlagen.
Zuvor hatten Zeitungen berichtet, dass der Familienvater die Täter mit "Schweine" provoziert habe. Veikko Bartel, der Anwalt von einem der beiden wegen versuchten Mordes inhaftierten Verdächtigen: "Nach den in der Ermittlungsakte befindlichen Beweismitteln, insbesondere Zeugenaussagen sowie der Auswertung des Mailbox-Mitschnittes stellt sich das Geschehen gänzlich anders dar, als bislang von den Behörden der Öffentlichkeit mitgeteilt." Zunächst hatten Zeitungen unter Berufung auf Opferinitiativen berichtet, dass der 30-Jährige ein bekannter Rechtsextremer mit dem Spitznamen "Hitler" sei. Doch erst "Märkische Allgemeine" und jetzt "Süddeutsche Zeitung" sprechen von einer Verwechslung. Der Tatverdächtige sei wegen gleichen Namens fälschlicherweise als dieser Rechtsextreme bezeichnet worden.