Januar 1712 als Sohn von Friedrich Wilhelm I. geboren. Der junge Kronprinz interessierte sich, sehr zum Missfallen seines Vaters, für Literatur, Musik, Philosophie und die französische Sprache. Unter der vom Vater verordneten strengen militärischen Ausbildung litt er sehr - und floh. Seine Flucht misslang. Sie endete mit der Hinrichtung seines Helfers Hans Hermann von Katte. Der Widerstand schien gebrochen: Friedrich heiratete wie gewünscht die ungeliebte Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern.

Auf dem Königsthron zeigte sich Friedrich II. dann als Feldherr. Er führte drei Kriege: zwei Schlesische (1740-1742 und 1744-1745) sowie den Siebenjährigen (1756 bis 1763).

Friedrich wollte ein aufgeklärter Monarch sein. Er förderte die schönen Künste. Legendär waren seine Tafelrunden, zu den Gästen zählte auch der französische Philosoph Voltaire.

Ein Verdienst war die Trockenlegung des Oderbruchs vor den Toren Berlins, um für Nahrung zu sorgen. Er förderte Manufakturen und Fabriken, ließ Maulbeerbäume für die Seidenindustrie pflanzen.

Im Alter plagten ihn Gicht und andere Krankheiten. Einsam sein Tod am 18. August 1786: In einem Lehnstuhl starb der 74-Jährige in Schloss Sanssouci.