Ein Anwohner einer abgelegenen Straße in der Nähe des Forster Rosengartens hatte das Trio dabei überrascht, als es am Donnerstagmorgen seinen Schuppen aufbrechen wollte. Die von ihm alarmierte Polizei verfolgte die Männer, die auf gestohlenen Rädern flohen. Ein 17-Jähriger wurde festgenommen.

Zwei der drei Flüchtigen versuchten nach Angaben der Polizei, die eiskalte Neiße in der Nähe der Wehrinsel zu durchqueren. Beamte, die auf die polnische Flussseite geeilt waren, um sie aus dem Wasser zu ziehen, konnten jedoch nur einen 22-Jährigen retten. Sein 28-jähriger Begleiter ging unter und konnte von zwei Beamten nur leblos aus der Neiße geborgen werden. Er verstarb trotz sofortiger Reanimation kurz danach im Rettungswagen.

Eine Sonderkommission der Polizei zur Aufklärung des Geschehens wurde eingesetzt. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat ein Ermittlungsverfahren aufgenommen. Am Donnerstagnachmittag beantragte sie beim Amtsgericht Cottbus die Obduktion des Leichnams zur genauen Feststellung der Todesumstände. Das teilte Staatsanwalt Gernot Bantleon mit.

Der festgenommene Minderjährige wurde dem Jugendnotdienst übergeben, bis seine Eltern in Polen ausfindig gemacht sind. Der 22-Jährige konnte noch am Nachmittag von der Polizei vernommen werden. Er befindet sich inzwischen auf freiem Fuß.

Die grenznahen Gemeinden in der Lausitz sind verstärkt von Diebstählen und Einbrüchen betroffen. Die Gubener Stadtverwaltung hat deshalb gerade eine Stadtwache eingerichtet.

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