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Fahrradbauer Mifa droht Zerschlagung

Mifa ist insolvent und schwer angeschlagen. Dem traditionsreichen Fahrrad-Hersteller fehlte zuletzt Geld für die Vorfinanzierung von Großaufträgen, die Belegschaft muss verkleinert werden.
Mifa ist insolvent und schwer angeschlagen. Dem traditionsreichen Fahrrad-Hersteller fehlte zuletzt Geld für die Vorfinanzierung von Großaufträgen, die Belegschaft muss verkleinert werden. FOTO: Jan Woitas (dpa-Zentralbild)
Sangerhausen. Die Rettung des insolventen Fahrradbauers Mifa aus Sangerhausen in Sachsen-Anhalt droht zu scheitern. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ steht die Zerschlagung des Traditionsunternehmens im Raum, wenn sich der frühere Eigentümer Heinrich von Nathusius nicht mit der interessierten Unternehmerfamilie Puello über den Kauf der Werkhalle einigt. dpa

Denn dann könnte Insolvenzverwalter Lucas Flöther nach der nächsten Gläubigerversammlung an diesem Dienstag das Ende von Mifa einleiten, schrieb das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise. Flöther wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die bayerische Unternehmerfamilie Puello ist an einem Einstieg bei Mifa interessiert und plant, in einer Manufaktur hochwertige Markenräder und E-Bikes zu fertigen. Allerdings gehört von Nathusius die Werkhalle. Der frühere Eigentümer besteht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, einen Kaufpreis in Höhe der Investitionssumme von 17 Millionen Euro erzielen. Die Verhandlungen für eine Mifa-Rettung drohen, daran zu scheitern.

Mifa blickt am Standort Sangerhausen auf eine 110-jährige Tradition zurück. Das Unternehmen hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal Insolvenz angemeldet. Seitdem wurde die Zahl der Beschäftigten von mehr als 500 auf ein Viertel reduziert.