An diesem Sonntag hat der Bahn- und Busverkehr in Deutschland auf den Winterfahrplan umgestellt. Damit einhergehend wurden neue Bahnlinien und Taktungen für die Lausitz eingeführt. Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ ist dennoch unzufrieden. „Nach wie vor bestimmen zu lange Fahrzeiten den Schienenpersonennahverkehr in der Lausitz“, erklärt die Regionalgruppe Lausitz des Verbandes.

Die Kritik richtet sich vor allem darauf, dass zu einseitig auf die Verbindung Richtung Berlin geschaut werde. „Der Fokus der Landes-Verkehrspolitik auf das fehlende zweite Gleis zwischen Cottbus und Lübbenau verstellt etwas den Blick für die ebenfalls bestehenden Unzulänglichkeiten auf den anderen Verkehrsachsen in der Lausitz“, schreibt „Pro Bahn“. Besser wäre es, für gute Anschlüsse Richtung Leipzig und Dresden zu sorgen. „Wichtig für ein zukunftsweisendes Lausitzer Verkehrsangebot ist die Beschleunigung und Angebotsverdichtung für den Regionalexpress Cottbus–Calau–Doberlug-Kirchhain–Leipzig, damit die Lausitz wieder Anschluss an das sehr gute Fernverkehrsangebot in Leipzig erhält. Derzeit verbringen die Fahrgäste den Zeitgewinn durch die neue ICE-Trasse im Wartesaal des Leipziger Hauptbahnhofs.“

In Richtung Dresden sei der Zugverkehr zu langsam unterwegs. So brauche der RE 18 von Dresden bis Senftenberg fast 80 Minuten. „Mit dem eigenen Auto ist man deutlich schneller“, kritisiert „Pro Bahn“.

Cottbus