Man habe die regionalen Unternehmen vor den Folgen der auch in Deutschland bevorstehenden Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen gewarnt, teilte die Verwaltung des Biosphärenreservates gestern in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) mit. "Das Image der Region, die natürliche Lebensmittel mit einer attraktiven Kulturlandschaft verbindet, ist in Gefahr", hieß es.
Angestrebt werde ein freiwilliger Verzicht in der Region auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut oder Futtermitteln. Die Selbstverpflichtung soll zunächst für ein Jahr gelten. Bevor sie am 1. März in Kraft tritt, sollen bei einer Podiumsdiskussion Vor- und Nachteile der Gentechnologie im Spreewald diskutiert werden.
Im Wirtschaftsraum Spreewald werden nach Angaben des Biosphärenreservates 131 190 Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet, rund 30 Prozent davon nach den Kriterien des ökologischen Landbaus. Auch für die regionale Dachmarke Spreewald gelten entsprechende Kriterien. (dpa/ta)