Anlass war der 25. Geburtstag der insgesamt vier Brandenburger Fachhochschulen, die im Oktober 1991 per Kabinettsverordnung gegründet wurden.

Heute lernen insgesamt 12 000 Studenten an den Einrichtungen in Brandenburg, Eberswalde, Wildau und Potsdam. Die fünfte Fachhochschule des Landes, die Hochschule Lausitz, war 2013 mit der BTU zur der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg fusioniert. Insgesamt gibt es in Brandenburg derzeit 48 000 Studenten. Vor Journalisten würdigte Münch die Fachhochschulen als "Erfolgsgeschichte". Sie seien ein Schlüssel für die Landesentwicklung, weil sie dafür sorgten, dass "Hochschulbildung auch in den weiteren Landesteilen möglich" sei. Allerdings befinden sich zwei der vier Fachhochschulen im Berliner Speckgürtel.

Doch ähnlich wie vor einigen Monaten bereits die Universitätsrektoren verwiesen auch die Präsidenten der Fachhochschulen am Montag darauf, dass die Qualität der Brandenburger Abiturienten in den vergangenen Jahren nachgelassen habe. "In Mathematik, Physik oder Informatik geben wir im ersten Semester Nachhilfe", sagte Laszlo Ungvari, Präsident der TH Wildau. "Und sehr viele Studenten melden sich da an."

Zudem zeigten sich die Wissenschaftler besorgt über das Auslaufen der Hochschulpaktmittel des Bundes. Wünschen nach einer Landesfinanzierung dieser Mittel wollte Münch indes nicht entgegenkommen:"Auch kein anderes Land kompensiert die Bundesmittel."