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Extrem hohe Waldbrandgefahr

Potsdam/Dresden. Die hohen Temperaturen haben die Waldbrandgefahr in der Region in die Höhe schnellen lassen. Gleich in vier brandenburgischen Landkreisen galt am Dienstag die höchste Waldbrandstufe 5. dpa/roe

Davon betroffen waren Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Märkisch-Oderland und Oder-Spree. Im Rest des Landes galt bis auf die Prignitz Warnstufe vier. Hitze und Trockenheit haben die Waldbrandgefahr in Sachsen extrem steigen lassen. In den nördlichen Regionen des Freistaates galt ebenfalls die höchste Waldbrandwarnstufe 5, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Das betraf Teile der Landkreise Görlitz, Nordsachsen, Leipzig und Meißen. Im übrigen Land galt verbreitet die Stufe 4.

"Die Situation ist wegen der extremen Temperaturen angespannt", betonte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Vor allem im südlichen Brandenburg sei es sehr trocken und mit mehr als 30 Grad im Schatten auch sehr heiß. Auch wenn in den kommenden Tagen etwas kühlere Luft nach Brandenburg hereinziehe und auch ein paar Regentropfen fallen sollten, reiche dies bei Weitem nicht aus, um die sehr hohe Waldbrandgefahr einzudämmen, so Engel.

Von März bis Mitte Juni wurden zwischen Elbe und Oder bereits mehr als 100 Waldbrände registriert. Der größte Flächenbrand ereignete sich Ende Mai in der Lieberoser Heide, als 250 Hektar in Flammen aufgingen. Auch in Sachsen kam es zu Dutzenden Waldbränden.

Was tun, wenn plötzlich Rauch und Flammen zu sehen sind? Der ADAC rät, die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 zu wählen und darüber die Feuerwehr zu informieren. Die Nummer ist aus dem Festnetz und vom Handy aus erreichbar. Der Anruf ist kostenlos.