Darauf verständigte sich der Koalitionsausschuss des SPD-CDU-Regierungsbündnisses. Diese Expertengruppe werde Empfehlungen entwickeln, wie bei sinkenden Schülerzahlen in Brandenburg eine tragfähige Schulstruktur aussehen könnte, sagte Staatskanzleichef Rainer Speer gestern gegenüber der RUNDSCHAU. Abgabetermin für diese Empfehlungen sei "der 20. September 2004".
Der Termin, unmittelbar nach der Landtagswahl, ist bemerkenswert. Offenbar soll der Vorschlag in Koalitionsverhandlungen eingehen, falls es zu einer Neuauflage des SPD/CDU-Bündnisses kommt. Koalitionspolitiker räumen ein, dass es in der Bildungspolitik die größten Differenzen zwischen SPD und CDU, aber zugleich die größte Nähe zwi-schen SPD und PDS gibt, die Rot-Rot nach der Wahl anstrebt.
Die SPD fordert - bislang vergeblich - die Einführung von so genannten Sekundarschulen nach Vorbild der CDU-regierten Länder Sachsen und Thüringen, also die Fusion der bisherigen Gesamt- und Realschulen. Die Christdemokraten lehnen Sekundarschulen bisher ab, da sie eine "verkappte Gesamtschule" befürchtet - und das Aus für die populären und leistungsfähigen Realschulen. (Eig. Ber./thm)