Dort werden die großen Geschäfte gemacht. Rund 10 000 Aussteller aus etwa 190 Ländern präsentieren von morgen an in den 26 Messehallen die unterschiedlichsten touristischen Angebote. Und deshalb treffen sich in dieser Woche in Berlin auch die wichtigsten Einkäufer der internationalen Reisebranche. Sie wollen ein Gefühl für die Reisetrends der nächsten Monate bekommen und sich ihre Kontingente direkt bei den Anbietern aus aller Welt sichern. Insgesamt erwarten die Veranstalter von der Messe Berlin mehr als 100 000 Fachbesucher aus der ganzen Welt.

Zu spüren bekommen das auch alle, die in dieser Woche ein Hotelzimmer in Berlin buchen wollen. Inzwischen sind die Übernachtungspreise sprunghaft auf ITB-Niveau angestiegen.

Zahlreiche Kongresse und Konferenzen umrahmen die gigantische Schau, die in diesem Jahr neben den beliebten Klassikern auch wieder auf neue, exotische Angebote setzt.

Eine Jurte empfängt die Gäste

Im Mittelpunkt soll in diesem Jahr das ITB-Partnerland Mongolei stehen. Am Eingang Messe-Süd empfängt deshalb eine mongolische Jurte die Besucher. In Halle 26 können sich Interessierte am diesmal vergrößerten Länderstand über die Vielfalt der mongolischen Reiseangebote informieren. Und das Land der Nachfahren Dschingis Khans will in Halle 4.1 unter Beweis stellen, dass das Land nicht in grauer Vorzeit stehen geblieben ist, sondern in der Mongolei inzwischen nachhaltiger Tourismus praktiziert wird.

Manch' Anbieter bleibt außen vor

Außerordentlich groß war die Nachfrage, nach Angaben der Messeveranstalter, diesmal aus den arabischen Ländern. Weil der Platz auf dem riesigen Messegelände nicht reicht, mussten einige Anbieter diesmal sogar zu Hause bleiben. Schon frühzeitig seien die Hallen 5.2a und b komplett ausgebucht gewesen, heißt es von der Messeleitung.

Je eine komplette Halle haben in diesem Jahr Indien und - zum ersten Mal - auch der Iran (Halle 7.2a) reserviert. Und zum ersten Mal ist nach vielen Kriegsjahren Afghanistan wieder zurück bei der ITB.

Mit einem komplett neuen Standkonzept will in diesem Jahr das Nachbarland Polen in der Halle 15.1 seine aktuellen Angebote den internationalen Reiseeinkäufern präsentieren. Und größer als je zuvor wirbt Holland bei der ITB in Berlin für seine touristischen Vorzüge.

Wer sich für eine berufliche Karriere im Touristischen Bereich interessiert, der sollte sich in diesem Jahr die Halle 11.1 vormerken. Dort findet sich der Schwerpunkt "Jobs im Tourismus". Mit von der Partie sind dort nicht nur die Auslandsjobvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, sondern auch zahlreiche internationale, private Bildungsakademien. So berät beispielsweise die Emirates Academy erstmals Jobsuchende bei der ITB.

Brandenburg und Berlin setzen bei der ITB in Halle 12 wieder auf ihr erfolgreiches touristisches "Tandem". Gemeinsam teilen sie sich die imposante Messehalle. Aus Brandenburg haben sich allein rund 80 Aussteller mit Angeboten angekündigt. Dabei gibt es in diesem Jahr drei Schwerpunkte.

Touristisches Highlight für Brandenburg ist in diesem Jahr die Bundesgartenschau im Havelland, die am 18. April eröffnet werden soll. Dabei ist das Buga-Konzept diesmal ganz anders als gewohnt. Erstmals findet die Schau nämlich in zwei Bundesländern und an fünf verschiedenen Orten gleichzeitig statt, die bis zu 80 Kilometer auseinander liegen. Verbunden sind die Buga-Orte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt durch das blaue Band der Havel. Bei der ITB wollen Brandenburgs Touristiker vor allem bei großen Busreiseunternehmen für mehrtägige Touren durch das Buga-Land werben.

Entspannen und kuren

Unter dem Motto "Brandenburg - natürlich gesund" werben in diesem Jahr bei der ITB die Brandenburger Kurorte und Heilbäder gemeinsam für ihre Angebote auf einer speziellen Eventfläche in der Brandenburg-Berlin-Halle.

Und natürlich bleib das Radfahren Schwerpunkt unter den Brandenburger Tourismusangeboten. Bei der diesjährigen ITB können die Messebesucher diesmal auf einem Tandem sogar selbst in die Pedale treten und direkt in der Messehalle die beliebtesten Brandenburger Radwege schon mal selbst abradeln. Ermöglicht wird das durch einen speziellen Monitor, der das Feeling beispielsweise des Spreewald-Radweges unter den Berliner Funkturm holt.