Er sitze seit 17. Oktober im Gefängnis, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag und bestätigte einen Bericht des "Spiegels". "Weitere Auskünfte erteilen wir im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte des Beschuldigten nicht."

Laut "Spiegel" soll Fürniß Anleger und Bekannte mit erfundenen Geschichten und falschen Renditeversprechen um rund 800 000 Euro geprellt haben. Er soll die Geschädigten unter anderem mit vermeintlich sicheren Geldanlagen geködert und dabei auf seine exzellenten Beziehungen in die arabische Welt verwiesen haben. Der Rechtsbeistand von Fürniß war für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar.

Fürniß war 2002 nach dreijähriger Amtszeit als Wirtschaftsminister in der damaligen rot-schwarzen Koalition zurückgetreten. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass er eine Million Dollar (rund 840 000 Euro) vom Scheich von Sharjah erhalten hatte, um private Schulden begleichen zu können. Sharjah grenzt an das Emirat Dubai, mit dem Brandenburg gemeinsam eine Chipfabrik in Frankfurt (Oder) bauen wollte.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Jahr 2005 Ermittlungen aufgenommen, nach rund zwei Jahren aber wieder eingestellt. Vorwürfe der Bestechlichkeit hätten sich als unzutreffend erwiesen, sagte ein Sprecher der Behörde damals.