Daher habe er mit dem Freistaat auch einen Vergleich geschlossen und einen "nicht unerheblichen Teil seines Vermögens" gezahlt. Im strafrechtlichen Sinne sei er unschuldig, beteuerte der Ex-Landesbanker. Bereits zum Prozessstart am Montag hatte er bestritten, vorsätzlich Bankbilanzierungsregeln verletzt zu haben.

Der frühere Firmenkunden-Vorstand ist wegen unrichtiger Darstellung im Jahresabschluss 2005 angeklagt. Dort sollen Risiken verschleiert worden sein, die durch fragwürdige Kreditersatzgeschäfte entstanden waren. Sie hatten die Bank 2007 an den Rand des Kollapses gebracht. Die SachsenLB musste an die Landesbank Baden-Württemberg notverkauft werden.

Bis heute bürgt Sachsen für die Risiken und zahlte bisher 1,37 Milliarden Euro. Der Prozess gegen den 54-Jährigen wird am 27. Oktober fortgesetzt. Im November soll in Leipzig ein weiterer Prozess gegen drei ehemalige Manager der Sachsen LB beginnen.