Beides ist Gegenstand eines Untersuchungsausschusses im brandenburgischen Landtag, der Speer am Dienstag als Zeugen anhörte. Sowohl sein Auftritt vor dem Gremium als auch dieses selbst seien überflüssig, sagte Speer vor Beginn der Sitzung.

Aus Sicht der Opposition veräußerte die BBG das gut 110 Hektar große Kasernengelände mit gut vier Millionen Euro deutlich unter Wert. Dazu bekräftigte Speer, die Immobilie sei damals in einem Ausschreibungsverfahren an den Meistbietenden verkauft worden. Der Landesrechnungshof hatte dem Finanzministerium nach einer Sonderprüfung vorgeworfen, seine Aufsichts- und Kontrollrechte gegenüber der BBG als Geschäftsbesorgerin des Landes nur unzureichend wahrgenommen zu haben.

Käufer des Krampnitz-Areals war nach Speers Überzeugung die dänische Thylander-Group, die dort ein Sportgelände ("Soccer World") entwickeln wollte. Noch vor der Ausschreibung der Immobilie habe ihn deren Chef, Lars Thylander, in seinem Ministerbüro besucht, um ihm seine Pläne darzulegen. Er habe sie für wenig erfolgversprechend gehalten, sagte Speer und sprach von "Kokolores". Dass statt Thylander in Wahrheit die TG Potsdam Projektentwicklungsgesellschaft der Käufer war und dass zwischen beiden keine vertragliche Beziehung bestand, habe er nicht gewusst, bemerkte der einst einflussreiche SPD-Politiker.

D er Verkauf der BBG an die TVF Altwert GmbH wiederum hatte laut Speer nichts mit einer Parteispende von deren Geschäftsführer Frank Marczinek an die SPD in Höhe von 9900 Euro 2004 zu t un.