Sein Verteidiger Norbert Scharf verlas am Donnerstag eine Erklärung, nach der der Sachverhalt in der Anklage zutreffend sei. Hintergrund dieses Schritts sei die schwierige gesundheitliche Situation Schelters. Der 65-Jährige sagte am vierten Verhandlungstag dazu nur knapp: "Ich stimme dieser Erklärung zu."

Mit dem Geständnis kommt es vermutlich zu einer Verständigung, die auf eine Bewährungsstrafe für Schelter zwischen neun Monaten und eineinhalb Jahren hinauslaufen könnte. Diesen "Deal" zwischen allen Prozessbeteiligten hatte das Gericht schon früh in Aussicht gestellt, um das Verfahren abzukürzen. Schelter hatte sich an einem anderen Verhandlungstag zwar schon geäußert, Richterin Ulrike Phieler-Morbach hatte dies aber nur als "allenfalls rudimentäres Teilgeständnis" bezeichnet. Der Prozess wird am 14. Mai fortgesetzt.

An dem Tag soll auch plädiert werden. Schelter, heute Rechtsanwalt in München, muss sich wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verantworten. Er soll zu viel Ruhestands- und Übergangsgehalt erhalten haben. Laut Anklage aus dem Jahr 2008 sind es rund 100 000 Euro. Außerdem soll Schelter mehr als 38 000 Euro Steuern hinterzogen haben.

Der Angeklagte, der 2002 über eine Immobilien-Affäre gestürzt war, hat die Vorwürfe bislang bestritten und sich gegen Forderungen des Landes Brandenburg gewehrt.