Nach Ansicht der Richter hat Krause als Geschäftsführer seiner „Aufbau Investitionen GmbH“ den Großteil eines Elf-Millionen- Mark-Kredites der Bayerischen Landesbank veruntreut. Der wirtschaftliche Gesamtschaden soll etwa 6,5 Millionen Euro betragen. Die Verteidigung hatte Freispruch, die Staatsanwaltschaft vier Jahre und zehn Monate Haft gefordert.

Der Politiker hatte den Millionen-Kredit im Juli 1993, zwei Monate nach seinem Rücktritt als Minister wegen der „Putzfrauen-Affäre“, erhalten. Das Darlehen sollte ursprünglich für Bauinvestitionen im Osten genutzt werden. Krause hatte für die DDR unter anderem den Einigungsvertrag sowie Vereinbarungen über die Währungsunion ausgehandelt.