In den letzten Monaten seien auf Demonstrationen der AfD immer öfter "menschenverachtende Parolen" erklungen. "Wer bei solchen Demonstrationen mitläuft, muss wissen, dass er damit diese Parolen unterstützt."

Dröge und die Präses der Landessynode, Sigrun Neuwirth, verwiesen zudem auf die Grundordnung der rund eine Million Gemeindeglieder in Berlin, Brandenburg und Sachsen zählenden Landeskirche. Dort heißt es, dass die "Mitgliedschaft in oder die tätige Unterstützung von Gruppierungen, Organisationen oder Parteien, die menschenfeindliche Ziele verfolgen" etwa mit dem Ältestenamt in der Landeskirche nicht vereinbar sei.

In einem Beschluss bekräftigten die 114 Synodalen am Samstag ferner die Unterstützung der Landeskirche für die Flüchtlingsarbeit. So werden die Kirchengemeinden gebeten, zu überprüfen, welche landeskirchlichen Räumlichkeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden können. Daneben sprachen sich die Kirchenparlamentarier gegen die Anerkennung der Türkei und Afghanistans als sichere Herkunftsländer aus und plädierten für eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge in der EU. Auch der legale Nachzug von Familienangehörigen müsse erhalten bleiben.