Die Pfarrer, darunter die Superintendenten Matthias Weismann (Borna) und Martin Henker (Leipzig), nehmen „eine offenkundige Not homosexueller Männer und Frauen wahr, denen als Christen vorgeworfen wird, Gottes Wahrheit vorsätzlich zu ignorieren“. Zudem kritisieren sie, dass das Pfarrdienstrecht der Landeskirche schwule und lesbische Geistliche diskriminiere.

Die Pfarrer setzen sich dafür ein, dass homosexuelle Geistliche eine eingetragene Partnerschaft eingehen können, ohne dienstrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Auch solle diesen Paaren ein Leben im Pfarrhaus erlaubt sein. Anders als in anderen Landeskirchen sei das Pfarrdienstrecht in Sachsen in diesem Punkt noch nicht erneuert worden.

Der offene Brief kommt aus dem Kirchenbezirk Leipziger Land, wo er Ende November nach einem Studientag aufgesetzt wurde.