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| 12:19 Uhr

Auszeichnung
Europäischer Gartenpreis für die Lausitz

Blick auf den Stadthafen Senftenberg. Der dazugehörige See ist einer von mehr als 20, die das Lausitzer Seenland nach der Braunkohleförderung ausmachen. Zehn Seen im Inneren des Seenlandes sind durch schiffbare Kanäle verbunden.
Blick auf den Stadthafen Senftenberg. Der dazugehörige See ist einer von mehr als 20, die das Lausitzer Seenland nach der Braunkohleförderung ausmachen. Zehn Seen im Inneren des Seenlandes sind durch schiffbare Kanäle verbunden. FOTO: ZB / Patrick Pleul
Cottbus. Spreewald und Seenland stehen gemeinsam im Finale in der Kategorie Kulturlandschaften 2018. Von Christian Taubert

Die Lausitz steht im Finale des Europäischen Gartenpreises 2018/19. Dabei hat sich die internationale Jury bei ihrer Sitzung auf Schloss Branitz entschieden, die Entwicklung in den Kulturlandschaften des Biosphärenreservates Spreewald und im Lausitzer Seenland gemeinsam aufzunehmen. Bei der Auszeichnungsveranstaltung am 7. September auf Schloss Nordkirchen im Münsterland stehen die Lausitzer der Konkurrenz aus Rumänien und Slowenien gegenüber.

„Zu Preisträgern auf europäischer Ebene zu gehören, ist eine hohe Anerkennung für die Lausitz“, bewertet Prof. Rolf Kuhn die Gartenpreis-Ehrung in der Kategorie „Beste Entwicklung einer für das europäische Kulturerbe bedeutenden Kulturlandschaft“. Der Ex-IBA-Chef spricht zudem von einer neuen Qualität, wenn Spreewald und Seenland als eine Kombination wahrgenommen werde.

Der Spreewald, seit Jahrhunderten erhaltene Kulturlandschaft im Süden Brandenburgs, ist beliebte Tourismusregion.
Der Spreewald, seit Jahrhunderten erhaltene Kulturlandschaft im Süden Brandenburgs, ist beliebte Tourismusregion. FOTO: LR / Medienhaus Lausitzer Rundschau/C

Als ein positives Zeichen mit Tragweite sieht der Landeschef der Brandenburger Grünen Clemens Rostock die Ehrung. Tagebaufolge-Landschaften als „Modellregionen der Nachhaltigkeit“ würden allerdings nicht mit immer weniger Personal funktionieren. Die rot-rote Landesregierung müsse hier umsteuern. Dem hält der Umweltexperte der SPD-Landtagsfraktion Wolfgang Roick entgegen: Statt Personal in Verwaltungen wieder aufzustocken, gelte es, Landwirte und Förster vor Ort zu stärken. „Sie sind die besten Naturschützer“, erklärt Roick.

Das Europäische Gartennetzwerk EGHN mit seinen Partnern in 14 Ländern Europas und die Stiftung Schloss Dyck, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur in Jüchen, vergeben seit 2010 den undotierten Europäischen Gartenpreis. Er bewertet mehr als nur spektakuläre Gartenkunst oder traditionelle Gartenelemente. Es geht auch um Anerkennung für innovative Konzepte, städtebauliche Aspekte, Fragen der Nachhaltigkeit bis hin zum bürgerschaftlichen Engagement.