Hilfsorganisationen kritisierten die Pläne und warnten davor, Ländern wie Indien, Ghana oder Peru die Hilfen zu kürzen.

„Die EU ist mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent an der weltweiten Entwicklungshilfe bereits heute der größte Geber der Welt“, sagte der zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs mit Blick auf die mehr als 53 Milliarden Euro, die jährlich aus der EU als Entwicklungshilfe an andere Länder fließen. „Mit der Neuausrichtung wollen wir dafür sorgen, dass sie auch der wirksamste Geber bleibt.“ Die Pläne sehen vor, dass die Hilfe auf die ärmsten Länder konzentriert wird. Aufsteigende Schwellenländer müssen demnach künftig mit geringeren Hilfszahlungen der EU auskommen. Bis zum Jahresende will Piebalgs eine Liste mit den betroffenen Ländern vorlegen. Im Zeitraum von 2007 bis 2013 sind für China noch 140 Millionen Euro eingeplant, für Brasilien und Südafrika 61 Millionen bzw. 980 Millionen Euro.

Die EU-Kommission will die Zahlungen in jedem Land auf bestimmte Bereiche konzentrieren: Besonderes Augenmerk will die EU auf verantwortungsvolle Staatsführung, Landwirtschaft, saubere Energieversorgung und Ernährungssicherheit legen.