„Es wird nicht nur länger gearbeitet als je zuvor, sondern es wird auch der Anteil der Menschen größer, die harte Arbeit zu ungünstigeren Arbeitszeiten verrichten“, sagte gestern Hartmut Seifert von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler Stiftung in Düsseldorf.
Wenn die Arbeit die Menschen weiterhin so belaste, werde das die Volkswirtschaft in 20 bis 30 Jahren stark zu spüren bekommen, warnte Seifert. „Auf Dauer hält das niemand aus“, so der Wissenschaftler. Effizienz lasse sich nicht durch Erhöhung der Arbeitszeit steigern.
Der Studie zufolge arbeiten die Beschäftigten hierzulande mit durchschnittlich 41,1 Stunden pro Woche deutlich länger als tarifvertraglich vereinbart.
Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit auf Platz vier. Nur in Rumänien (41,7), Bulgarien (41,7), Großbritannien (41,4) und Tschechien (41,2) wird demnach länger gearbeitet. (dpa/uf)