Auf einer Landesvertreterversammlung in WIldau, bei der der Nachfolger von Susanne Melior als Europakandidat der Landes-SPD benannt werden sollte, siegte der 40-jährige Regierungsrat im Bundeswirtschaftsministerium, der aus Brandenburg (Havel) stammt, gegen die frühere Juso-Landesvorsitzende Maja Wallstein. Vaut erhielt im zweiten Wahlgang 63 Stimmen, die gebürtige Cottbuserin Maja Wallstein kam auf 56 Stimmen. Der Uckermärker Paul-Ivo Drenske war bereits im ersten Wahlgang mit lediglich sechs Stimmen ausgeschieden.

Die Niederlage Wallsteins ist dabei auch eine Niederlage des SPD-Landesvorstands: Das Gremium um Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte die gebürtige Cottbuserin für die Europaliste nominiert, noch bevor sich die damals noch vier Kandidaten auf Vorstellungstour durch die Parteigliederungen begeben hatten. In seiner Vorstellungsrede hatte Vaut die 2019 anstehende Europawahl als bedeutendste Europawahl in der Geschichte der Europäischen Zusammenarbeit bezeichnet. „Wir überlassen das Land nicht den Hetzern“, sagte Vaut. „Wir kämpfen in der Tradition der Sozialdemokraten für ein geeintes Europa.“