Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments einigte sich am Dienstag in Brüssel auf einen Vorschlag, wonach die Regierungen mehr Gründe für nationale Verbote anführen können.

Bisher müssen Anbauverbote in Europa zugelassener Pflanzen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen belegt werden, was als schwierig gilt. 53 der 65 Abgeordneten im Ausschuss stimmten dafür. Im nächsten Schritt muss sich das Parlament mit den Staaten einig werden. Ein Sprecher der EU-Kommission zeigte sich zuversichtlich, dass es 2014 zu einer Einigung kommen könnte. Im Sommer hatten sich die EU-Umweltminister darauf verständigt, nationale Verbote auch unter Berufung auf die öffentliche Ordnung oder sozioökonomische Gründe möglich zu machen. Der Vorschlag des Umweltausschusses führt noch mehr Argumente auf, etwa was Umweltschutz oder Stadt- und Landschaftsplanung angeht. Demnach wäre es möglich, den Anbau zu verbieten, um Resistenzen gegen Pflanzenschutzmittel zu vermeiden.