Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel trat auf die Bremse: "Erwarten Sie keine Lösung, erwarten Sie keinen Durchbruch", sagte sie am Donnerstag in Brüssel.

In der Ukraine-Krise stellten die EU-Staats- und Regierungschefs die Weichen für eine Verlängerung der europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis Ende des Jahres. Die derzeit bis Ende Juli befristeten Handels- und Investitionsbeschränkungen sollen erst dann aufgehoben werden, wenn die wichtigsten Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes zum Ukraine-Konflikt erfüllt sind. Das umfangreiche Abkommen sieht bei den Kernpunkten einen Zeitplan bis Jahresende vor. Die endgültige Entscheidung muss der EU-Ministerrat vor Ablauf der Juli-Frist treffen. EU-Gipfelchef Donald Tusk sagte am Abend, die Sanktionen würden an die vollständige Umsetzung des Minsker Abkommens gekoppelt.

Im Falle einer Volksabstimmung über den Euro würden 61,2 Prozent der Griechen für den Verbleib des Landes in der Währungsunion stimmen. 32,5 Prozent wären für einen Austritt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die im griechischen Fernsehsender Alpha präsentiert wurde. Die repräsentative Umfrage erfolgte durch das Meinungsforschungsinstitut Marc. 70 Prozent der Befragten wollen einen Kompromiss mit den Geldgebern über die schweren Finanzprobleme Griechenlands. Die Links-Rechts-Regierung genießt noch das Vertrauen des größten Teils der Bevölkerung, ihre Popularität sinkt aber fast jede Woche. Am 13. Februar hatten noch 83 Prozent der Befragten die Regierung unter Alexis Tsipras positiv bewertet.