Auch im Ausland stieß Camerons Alleingang weiter auf Kritik. Konservative Abgeordnete und europaskeptische Zeitungen in Großbritannien feierten ihn dagegen. Cameron hatte sich beim EU-Gipfel am Freitag in Brüssel als Einziger geweigert, einem zwischenstaatlichen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin zuzustimmen, weil die EU-Staaten nicht den von ihm geforderten Ausnahmeregeln für den Londoner Finanzplatz zustimmen wollte n.

Polizei nimmt weiteren NSU-Helfer fest

D er Kreis der mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle wird größer. Am Sonntagmorgen wurde ein weiterer mutmaßlicher Terrorhelfer im sächsischen Erzgebirgskreis von einem Sondereinsatzkommando festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Der 36-jährige Matthias D. soll der dreiköpfigen Neonazi-Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zwei Wohnungen vermietet haben. Zudem gibt es eine weitere Beschuldigte .

De Villepin willSarkozys Posten

Der frühere französische Regierungschef Dominique de Villepin tritt bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr an. De Villepin gab am Sonntagabend seine Kandidatur bekannt. Er sei überzeugt, dass der Wahltermin ein „Termin der Wahrheit, des Mutes und des Willens“ sein werde, sagte der Gründer der Partei République solidaire (Solidarische Republik). Im Februar verließ er die Partei von Präsident Nicolas Sarkozy.

Noriega nach Panama ausgeliefert

N ach mehr als 20 Jahren Aufenthalt in französischen und amerikanischen Gefängnissen ist der panamaische Ex-Präsident Manuel Noriega am Sonntag an sein Heimatland ausgeliefert worden. Der frühere Diktator wurde am Morgen vom Gefängnis La Santé zum südlich von Paris gelegenen Flughafen Orly begleitet. Von dort reiste er an Bord einer Maschine der spanischen Fluggesellschaft Iberia über Madrid nach Panama weiter. In einer kurzen Erklärung des französischen Justizministeriums hieß es, Noriega sei im Rahmen des Auslieferungsprozesses an panamaische Beamte übergeben worden .

Tote und Verletzte bei Kämpfen in Syrien

D ie Gewalt in Syrien hat weitere Todesopfer gefordert. Bei Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Anhängern der Opposition kamen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten am Samstag und Sonntag mindestens 14 Menschen ums Leben. Angesichts der zahlreichen Berichte über Menschenrechtsverstöße forderten die UN erneut, Beobachter ins Land zu lassen. Für Sonntag hatte die syrische Opposition zu einem Generalstreik aufgerufen .