"Präsident Putin und die russische Führung sollten ernsthaft über eine radikale Änderung in ihrer Einstellung gegenüber dem Rest der Welt nachdenken und zur Kooperation wechseln", forderte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in ungewöhnlich deutlichen Worten.

Unmittelbar vor dem Gipfel verboten die 28 Mitgliedstaaten Kreuzfahrtschiffen aus der EU das Anlaufen von Häfen der Krim. Die Union reagiert auch mit Export- und Investitionsverboten auf die Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel durch Russland.

Die Staats- und Regierungschefs berieten zunächst über die Ankurbelung der europäischen Wirtschaft, die auch wegen des Konflikts mit Russland schwächelt. Sie unterstützen den Wachstumsplan von Kommissionschef Jean-Claude Juncker - das Paket soll Investitionen von 315 Milliarden Euro anschieben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte, die Investitionen müssten vor allem Zukunftsprojekte fördern. Sie zeigte sich auch zufrieden über die Ankündigung der Kommission, 80 europäische Gesetzesvorhaben infrage zu stellen. Das betrifft unter anderem die umstrittene Liberalisierung von Bodendiensten an Flughäfen.