Nach Sachsen habe nun auch Brandenburg diese Möglichkeit, betonte Umweltministerin Anita Tack (Linke) am Freitag in Potsdam.

Bislang durfte das Land durch Wölfe verursachte Schäden nur mit bis zu maximal 7500 Euro innerhalb von drei Jahren ersetzen. Diese Summe sei bisher zwar in keinem einzigen Fall auch nur annähernd erreicht worden.

Die Landesregierung wollte jedoch angesichts des zunehmenden Wolfsbestandes Vorsorge treffen. In begründeten Fällen solle es auch möglich sein, größere Schäden ersetzen zu können. Voraussetzung ist nach den Angaben aber: Empfohlene Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden.

Durch Brandenburg streifen etwa 30 bis 40 Wölfe. Bis Ende 2010 wurden 40 Übergriffe auf Nutztierherden gezählt, bei denen ein Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte. Dabei wurden mehr als 200 Tiere – darunter 188 Schafe – gerissen. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 39 000 Euro. In diesem Jahr wurden bis Juli 34 Nutztiere von Wölfen gerissen.