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| 17:55 Uhr

Etwa 1000 Cottbuser kehren braunen Unrat aus der Stadt

Etwa 1000 Cottbusser haben am Samstag gegen einen Aufzug von knapp 200 Neonazis in ihrer Stadt demonstriert.

Etwa 1000 Cottbusser haben am Samstag gegen einen Aufzug von knapp 200 Neonazis in ihrer Stadt demonstriert. Der Brandenburger Bauminister Frank Szymanski und Oberbürgermeisterin Karin Rätzel riefen auf einer Kundgebung zu Toleranz und friedlichem Miteinander auf. Die Polizei räumte für die Neonazis die Marschroute frei, nachdem diese von einigen hundert Gegendemonstranten mehrmals blockiert worden war.Die Rechtsextremisten demonstrierten am Abend drei Stunden lang mit Plakaten und Fahnen unter Führung des Hamburger Neonazis Christian Worch gegen die EU-Osterweiterung. Während ihres von einem starken Polizeiaufgebot begleiteten Zuges durch die Innenstadt skandierten sie Parolen gegen die bevorstehende Aufnahme der osteuropäischen Staaten. Immer wieder wurden sie von Gegendemonstranten übertönt. Vereinzelt flogen Flaschen und Steine.

Acht Gegendemonstranten wurden nach Polizeiangaben wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Beamte und Rauschgiftkonsums vorübergehend festgenommen. Für den Nazi-Aufzug hatte die Polizei scharfe Auflagen angeordnet. Unter anderem durften keine Springerstiefel und keine Symbole getragen werden, die als Aufruf zu Hass und Gewalt aufgefasst werden können.