B randenburgs kreisfreie Städte wollen weiter kreisfrei bleiben. Die Oberbürgermeister von Potsdam, Frankfurt (Oder), Cottbus und Brandenburg (Havel) verteidigten am Freitag bei einer Anhörung vor der Enquetekommission zur Reform der Kommunal- und Landesverwaltung des Potsdamer Landtags den Sonderstatus ihrer Heimatorte. Denn alle bisher vorliegenden Vorschläge zur Reform der Landkreisstrukturen sahen eine Eingliederung von Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg (Havel) in die umliegenden Landkreise vor. Lediglich die Landeshauptstadt Potsdam sollte weiter kreisfrei bleiben.

Am Ende der Sitzung stand gestern ein Prüfauftrag: Mit den Stimmen der rot-roten Regierungskoalition sprach sich die Kommission für eine weitere Untersuchung insbesondere der finanziellen Folgen einer solchen Maßnahme aus. "Wir konnten gemeinsam die Enquete-Kommission mehrheitlich davon überzeugen, dass es keine Empfehlung zur Einkreisung der Städte Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) gegeben hat", sagte der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski nach der Anhörung. Damit hätten die Städte einen Etappensieg errungen.

Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Karl-Ludwig Böttcher. "Die Diskussion zur Aufgabe der Kreisfreiheit ist falsch - wir brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen." Lausitz Seite 4