Zum vierten Mal ist dafür die Fachhochschule Lausitz (FHL) die Gastgeberin, die über ihre Studienrichtungen Medizinische Informatik und Rehabilitationstechnik, das Institut für Rehabilitationstechnik und Gesundheitsmanagement und den Fachbereich Wirtschaftsinformatik traditionell eng mit den Kliniken in Senftenberg und Hoyerswerda zusammenarbeitet.
Nach der Eröffnung durch die FHL-Präsidentin Brigitte Klotz um 9 Uhr im Medienzentrum Konrad Zuse diskutieren Mediziner und Wissenschaftler aus Brandenburg, Sachsen, Berlin und anderen Bundesländern aktuelle Fragen der Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls.
Diese Krankheit gilt als die zweithäufigste Todesursache. Jährlich gibt es in Deutschland etwa 500 000 Neuerkrankungen. Ärztliches Bestreben ist es, den Schicksalsschlag als therapierbaren Notfall erleben zu lassen.
Zur Behandlungsstrategie gehört es, den Patienten umgehend klinischer Hilfe zuzuführen, weil innerhalb der ersten drei bis sechs Stunden die Blutversorgung in den betroffenen Gefäßen durch deren chemische oder chirurgische Öffnung wieder hergestellt werden kann. Bei späterer Einweisung geht es darum, den geschädigten Gewebebereich kleinzuhalten und umliegende Bereiche zu retten. Das Klinikum Niederlausitz hat für die Schlaganfallbekämpfung besonders gute Voraussetzung, seit dort 1996 die erste Stroke unit (Schlaganfallklinik) eröffnet wurde.
In den folgenden Jahren entstand in Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern der Region und der FHL, im gemeinsamen Wirken von stationären und ambulanten Medizin- und Reha-Einrichtungen das südbrandenburgische Schlaganfallnetz. Dessen Logistik führte zu einer Verkürzung der Einweisungszeiten und Verringerung der Frühsterblichkeit.
Ab 14 Uhr beantworten im Patientenforum leitende Ärzte Fragen zum Schlaganfall und den verwandten Krankheiten.