"Der Anstieg ist gewaltig", sagte etwa die Sprecherin der Universität Potsdam, Janny Armbruster. Auffällig dabei: Immer mehr Studenten kommen aus anderen Bundesländern.

Stammten beispielsweise an der Universität Potsdam vor einem Jahr noch rund 30 Prozent der Studenten aus Brandenburg, sind es in diesem Wintersemester nur noch 26 Prozent. Insgesamt rechnet man in diesem Winter mit rund 800 Studenten mehr. "Damit wird es in diesem Semester rund 3500 Studienanfänger geben", berichtete Armbruster. Die Hochschule in der Landeshauptstadt zähle dann mehr als 20 000 Studenten. Auch die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) verbucht zum beginnenden Semester einen Rekord. Sie hat bisher 1628 Erstsemester registriert. "Das ist so viel wie nie zuvor", sagte eine Sprecherin.

An der Technischen Fachhochschule Wildau (Dahme-Spreewald) haben sich mit 3388 Bewerbern 23 Prozent mehr Lernwillige beworben als im Jahr zuvor. Die Fachhochschule Lausitz rechnet mit mindestens gleichbleibenden Zahlen bei den Erstsemestern.

Die Gründe für den starken Anstieg sind nach Sprecher-Angaben vielfältig. So hätten Marketing-Kampagnen auswärtige Studenten angelockt und die Einführung von Studiengebühren in einigen Bundesländern sich für Brandenburg ausgewirkt. dpa/mb