"Bereits vor Mitternacht waren deutlich Laute aus dem Ei zu hören gewesen", sagte der Projektleiter des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Winfried Böhmer. Nach der regulären Brutzeit von 32 Tagen schälte sich dann um 4.32 Uhr das Küken aus der Eischale. Es soll schon bald einen Namen bekommen. Die Eltern Cico und Luna kümmern sich fürsorglich um den ersten Nachwuchs.Einer der Altstörche bleibe ständig bei dem Kleinen, während der andere auf Futtersuche fliege. "Das notwendige kleine Getier wie Regenwürmer und Schnecken stehen ausreichend zur Verfügung", sagt Böhmer. Im Nest liegen laut Weißstorch-Informationszentrum in Vetschau noch drei Eier - alle zwei Tage könnte ein weiteres Küken schlüpfen. "Noch tut sich dort zwar nichts, aber schon bald könnte es so weit sein", sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Im Vorjahr starben alle drei Storchenküken im Nest an Lungenentzündung, ausgelöst durch einen Schimmelpilz. Um für dieses Jahr eine erneute Infektion auszuschließen, war ein Teil des Storchenhorstes abgetragen und das Nest desinfiziert worden.

Das Interesse an den Internet-Störchen ist ungebrochen, wie die Reaktionen auf den ersten Nestling zeigen. Storchenfreunde aus aller Welt schickten nach Angaben Böhmers zahlreiche Glückwünsche an den Naturschutzbund nach Vetschau. Seit Beginn des Projekts 1998 gab es auf der Internetseite www.storchennest.de mehr als 14 Millionen Zugriffe.

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