Nach dem verlorenen Saisonauftaktspiel beim TSV Altenholz (28:35) stehen die Cottbuser dabei durchaus schon etwas unter Druck. Nicht besser ergeht es obendrein dem Gegner aus Nordrhein-Westfalen, der nach dem verlorenen Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV als 17. zum Tabellenletzten in die Lausitz kommt. Von einem Kellerduell zu sprechen, ist am zweiten Spieltag gewiss noch zu früh. Der Druck zu siegen, dürfte auf beiden Seiten dennoch immens sein.
LHC-Trainer Dietmar Rösicke stellt klar: „Wir müssen Farbe bekennen und zeigen, dass wir in der Liga angekommen sind. Das ist ein sehr wichtiges Spiel. Das weiß jeder von uns.“ Der Coach ist zudem sehr gespannt darauf, wie die LHC-Fans die 2. Liga annehmen werden. „Dass wir nicht gleich Meister werden können, sollte jedem klar sein“ , bremst Rösicke die Erwartungshaltung der erfolgsverwöhnten Anhänger ein wenig. Immerhin hat der LHC seit mehr als zwei Jahren keinen Punkt mehr zu Hause abgegeben. Rösicke: „Da müssen die Fans jetzt mal den Hebel umlegen.“ Der Coach verspricht dafür spannende Partien: „Jede Begegnung in dieser Liga ist ein Spitzenspiel.“
So wird auch der heutige Vergleich mit Spenge kein Spaziergang. Die mit sieben neuen Spielern verstärkten Ostwestfalen wollen sich in dieser Saison im Mittelfeld etablieren, haben also viel vor. „Die fahren gute Konter und machen generell ganz schön viel Power“ , weiß der LHC-Trainer.
Auf Cottbuser Seite plagen sich hingegen einige Spieler mit Wehwehchen. Dimitri Chukhrov (Knie), Rudolf Varak (Oberschenkel) und Tobias Reichmann (Hackenprellung) wollen aber auf die Zähne beißen, so Rösicke. Er hofft zudem auf die Unterstützung der Fans, damit seine Jungs nicht gleich schon zu Beginn des Abenteuers 2. Liga unsicher werden.