Der erste Schneefall in Sachsen hat auf den Autobahnen und im Zugverkehr für Behinderungen gesorgt. So bildete sich auf der Autobahn 72 zwischen Zwickau und der Grenze zu Tschechien ein 32 Kilometer langer Stau, wie der Verkehrswarndienst am Mittwoch in Dresden mitteilte. Grund seien vor allem querstehende Lastwagen gewesen, die noch mit Sommerreifen unterwegs waren, sagte ein Sprecher. Im Laufe des Vormittages habe sich der Stau wieder aufgelöst. Behinderungen habe es auch auf der A14 zwischen Döbeln und Leipzig gegeben. Größere Unfälle seien aber ausgeblieben.

Bäume, die wegen der Schneelast umgestürzt waren, brachten Teile des Bahnverkehrs im Erzgebirge und im Vogtland zum Erliegen. Betroffen waren die S-Bahnlinie Zwickau-Leipzig und die Bahnstrecke Werdau-Zwickau, wie die Deutsche Bahn in Leipzig mitteilte. Bei der Vogtlandbahn seien die Züge auf vier Linien ausgefallen, sagte eine Sprecherin in Regensburg. Nach Angaben beider Gesellschaften wurden Busse als Ersatz eingesetzt. Die Schäden sollten im Laufe des Tages behoben werden.

Besonders in den frühen Morgenstunden seien vor allem im Vogtland und im Erzgebirge bis zu zwölf Zentimeter Schnee gefallen, sagte Meteorologe Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Der Schnee werde sich aber nicht lange halten, bereits im Laufe des Tages sei er in Regen übergegangen. Bis zum Wochenende würden die Werte tagsüber auf um die zehn Grad ansteigen, die Nächte frostfrei bleiben. „Das war ein kurzes Winter-Intermezzo“, sagte er. Der erste Schnee Mitte Oktober sei aber schon ungewöhnlich. „Das kommt so alle zehn Jahre mal vor.“