Richter Nil Nonn sagte, mit dieser ersten Anhörung nehme das Gericht seine Arbeit als faire und unabhängige Einrichtung auf. Das Gericht wurde nach fast zehnjährigen Verhandlungen zwischen der Uno und Phnom Penh 2006 ins Leben gerufen. Der 66-jährige Duch muss sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Folter und Mord verantworten. In dem unter seiner Aufsicht stehenden Gefängnis Tuol Sleng wurden während der Herrschaft des Regimes von Pol Pot zwischen 1975 und 1979 mindestens 12 380 Männer, Frauen und Kinder gefoltert und ermordet. Duch droht lebenslange Haft. Das Gericht tagte hinter Panzerglas, um vor möglichen Angriffen von Opfern im Zuschauerraum geschützt zu sein. Die erste Anhörung war auf etwa drei Tage angesetzt. Am Dienstag ging es um die Frage der Zulässigkeit der Zeugen. Die eigentliche Verhandlung soll im März beginnen. Duchs französischer Verteidiger François Roux sagte, sein Mandant habe die gegen ihn erhobenen Vorwürfe anerkannt. Er wolle den Prozess nutzen, um die Opfer und alle anderen Kambodschaner öffentlich um Vergebung zu bitten. rund weiter.AFP/uf