Nach jahrelangen Diskussionen hat sich das Kabinett wie berichtet durchgerungen, die vom früheren Regierungschef Manfred Stolpe schon 1992 angeregte "Verdienstmedaille" nach preußischem Vorbild einzuführen. Wie aus der Pistole geschossen empfahl der Cottbuser Generalsuperintendent Rolf Wischnath jetzt einen Namen: den Kölner Pfarrer Heinz Siepmann.
Der heute 71-jährige sei ein "glühender Freund Brandenburgs" und habe sich schon zu DDR-Zeiten Verdienste bei der Rettung von Kirchen in der Mark erworben. "Er hat Geld in der Unterhose über die Grenze gebracht." Im Raum Finsterwalde gäbe es keine Kirche, an deren Rettung Siepmann nicht beteiligt gewesen sei. Zwar galt bisher Manfred Stolpe als Favorit, doch hat Siepmann Chancen: Denn "Ordensminister" Jörg Schönbohm dringt darauf, dass die ersten Ordensträger keine Politiker sind. (Eig. Ber./ma/thm.)