ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

Erste Vogelgrippe in Sachsen

Leipzig/Borna. Die Vogelgrippe ist jetzt auch in Sachsen angekommen. Eine tote Wildente bei Leipzig war mit dem Virus infiziert. Ein Sperrbezirk ist eingerichtet. Anfang der Woche will das Ministerium entscheiden, wie es weitergeht. dpa/SvD

In Sachsen gibt es einen ersten Vogelgrippe-Fall. Bei einer Mitte vergangener Woche am Cospudener See bei Leipzig aufgefunden Reiherente sei das hochpathogene Influenzavirus H5N8 nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt des Landkreises Leipzig am Sonntag in Borna mit. Deswegen sei drei Kilometer um den Fundort ein Sperrbezirk eingerichtet worden.

Alle 22 bekannten Geflügelbesitzer würden aufgesucht, hieß es. In dem Gebiet gilt für Geflügel Stallpflicht. Tote Vögel sind sofort zu melden. Auch Hund und Katze dürfen nicht mehr frei umherlaufen. Zudem ist ein Gebiet im Umkreis von zehn Kilometern bis weit in die Stadt Leipzig hinein Beobachtungszone. Am Sonntagnachmittag wurden laut Landratsamt zwei weitere tote Enten am Cospudener See gefunden. Auch diese würden auf Vogelgrippe untersucht, hieß es. Mit Ergebnissen sei nicht vor Montagabend zu rechnen. Nach dem ersten Fall soll heute entschieden werden, ob eine landesweite Stallpflicht verhängt wird, hieß es aus dem Verbraucherschutzministerium.

Wegen der Vogelgrippe-Gefahr gilt schon in einigen Teilen Sachsens eine Stallpflicht für Geflügel. Der Landkreis Nordsachsen und die Stadt Dresden hatten Verfügungen erlassen. Aus mehreren Bundesländern sind Vogelgrippe-Fälle gemeldet worden.

Die Grünen im Landtag sprachen von einem "erneuten Rückschlag" für die Landwirtschaft und rieten bei den Maßnahmen zu Augenmaß. "Ein größerer Schaden von der Landwirtschaft lässt sich nur abwenden, wenn wir schnell wieder zum Normalzustand zurückkehren können", sagte der Agrarexperte der Fraktion, Wolfram Günther.