"Wir hoffen, dass der Krieg wenige Opfer fordert und dass die Verletzten und Kranken schnell genesen", sagt der Landstuhler Bürgermeister Klaus Grumer (CDU). Seit Jahren leben Deutsche und Amerikaner in seinem Heimatort zusammen. Viele der US-Bürger sind nach Grumers Worten in deutschen Vereinen organisiert. Und in zwei Wochen sollte eigentlich das 50-jährige Bestehen des Krankenhauses auf einer bewaldeten Anhöhe am Rande der Stadt groß gefeiert werden. "Aber die Feier und ein Tag der offenen Tür sind abgesagt", sagt Grumer.
Dennoch herrscht in der Stadt in der Nähe des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein weitgehend Alltag. Einige Amerikaner genießen einen freien Tag in der ersten Frühlingssonne, haben das Autoverdeck zurückgeschlagen und hören laut Musik. Am Tor Drei des Hospitals kontrollieren private Sicherheitsleute die Fahrer in den Autos, von denen die meisten mit amerikanischem Kennzeichen anrollen.
In den Landstuhler Geschäften hängen als Zeichen der Solidarität amerikanische Fahnen, viele Auslagen sind zweisprachig. "Viele meiner Kunden sind Amerikaner, ich wünsche ihnen alles Gute", sagt eine Blumenverkäuferin.
Gemeinsam mit der United Service Organization (USO) organisiert die Stadt Begegnungen von Amerikanern und Deutschen. Die USO, die auch ein Büro im Krankenhaus hat, will den Amerikanern die Zeit in Deutschland so angenehm wie möglich gestalten. Laut Bürgermeister Grumer arbeiten Amerikaner und Deutsche nach Kräften zusammen.