Sonst müssten die Defizite der Kassen allein mit Zusatzbeiträgen ausgeglichen werden.Auch die AOK Bayern schloss sich der Forderung an. Vor dem Hintergrund des für 2011 erwarteten Defizits in der gesetzlichen Krankenversicherung sei eine Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes unumgänglich, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Walter Schwarz. Der allgemeine Beitragssatz liegt derzeit bei 14,9 Prozent vom Bruttolohn. Davon entfallen auf die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen 7,9 Prozent und 7,0 Prozent auf die Arbeitgeber. Für 2011 ist bei den Kassen nach Angaben der AOK Bayern mit einem Defizit zwischen zwölf und 16 Milliarden Euro zu rechnen. Nach Informationen bereiten auch die ersten Kassen aus dem AOK-Verbund von Mai an Zusatzbeiträge von acht Euro je Mitglied vor.Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), wandte sich gegen Beitragserhöhungen. Stattdessen sollten die Kassen "endlich alle Möglichkeiten ausschöpfen, aktiv zu sparen". Dazu zählte er auch "das "Optimieren der Verwaltungskosten". dpa/uf