Es handele sich um neun Asylbewerber. Ihre Ankunft in Tröglitz hielt der Burgenlandkreis geheim, um ihnen Ruhe zu gönnen.

Der Ort im südlichen Sachsen-Anhalt hatte wochenlang für negative Schlagzeilen gesorgt. Ursprünglich sollten dort 40 Flüchtlinge in einem großen Mehrfamilienhaus untergebracht werden. Dagegen gab es Proteste - angeführt von der rechtsextremen NPD. Der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth trat zurück, weil er sich nicht ausreichend vor den Demonstrationen geschützt sah. In der Nacht zum 4. April zündeten Unbekannte die fast fertige Unterkunft an. Auch zwei Monate nach dem Vorfall sind der oder die Täter nicht gefasst.

Die Verantwortlichen suchten neue, einzelne Wohnungen für die Flüchtlinge. In den ersten geeigneten Objekten leben nun die drei Familien. Da es laut Landrat Ulrich weitere Wohnungsangebote in Tröglitz gibt, will er mittelfristig 40 Flüchtlinge dort unterbringen. Über weitere Details und Planungen will Landrat Götz Ulrich (CDU) am Donnerstag in Naumburg informieren.