Allerdings ist noch keiner im Lachsbach in der Sächsischen Schweiz zum Laichen angelangt. Im Vorjahr ging das Mitte November los. Das jährliche Aufstieg der Lachse ist vom Wasserstand der Flüsse abhängig. Künftig bleibt dabei keine Flosse unbemerkt: Ein Infrarot- Messgerät registriert die Wanderung der Lachse an einer Fischtreppe in Rathmannsdorf.

Sachsen begann 1994 mit der Wiederansiedlung des Lachses. Zunächst blieb das auf die Elbe beschränkt. Inzwischen sind weitere Flüsse einbezogen. Das Projekt kostet pro Jahr etwa 50 000 Euro, rund 300 000 Lachseier werden künstlich ausgebrütet, die Baby-Lachse kommen vor allem in Nebenflüsse der Elbe. Im zweiten Jahr wandern sie via Nordsee in den Atlantik. Nach vier bis fünf Jahren kehren sie in die Heimat zurück. Erste Rückkehrer gab es 1998. Bisher sind nachweislich mehr als 1000 Laichfische wieder in Sachsen aufgetaucht.

In Brandenburg sieht man erste Erfolge bei der Wiederansiedlung des Lachses in der märkischen Elbe. Noch sei der Fisch nicht wieder heimisch und auf zusätzlichen Besatz angewiesen, teilte das Institut für Binnenfischerei in Potsdam am Montag mit. Seit 2002 würden aber regelmäßig Lachse zum Laichen in den Elbe-Nebenfluss Stepenitz (Prignitz) zurückkehren - im vergangenen Jahr fast 30. In der Pulsnitz im Süden Brandenburgs gab es 2007 erstmals einen "Rückkehrer". In Regie der Binnenfischer waren seit 1999 gezielt junge Lachse in die Gewässer eingesetzt worden. Allein in diesem Jahr betraf das rund 40 000 Junglachse in der Stepenitz und etwa 15 000 in der Pulsnitz. dpa/mb