Die Zeugen schilderten, dass der später durch Stiche lebensgefährlich verletzte Rocker zunächst mit einem Messer bewaffnet im Laden auftauchte und später mit einer Pistole wiederkam. Er stritt sich mit Markus W., einem in der Region bekannten Kickboxer und Neonazi. W. sitzt in diesem Prozess zusammen mit zwei weiteren Cottbusern auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, gemeinschaftlich auf den Rocker eingeschlagen und gestochen zu haben. Markus W. gilt dabei als Anstifter. Er soll die beiden anderen Angeklagten und weitere Personen kurz nach der Bedrohung vor dem Szeneladen zusammengetrommelt haben, um sich an dem Hells Angel zu rächen. Alle Angeklagten schweigen bisher zu den Vorwürfen. Der Prozess, der unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet, wird am Montag mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt.