Die Bundesregierung hat sich nach langem Hickhack auf einen Klimaschutzplan bis 2050 geeinigt. Dabei ist für die Lausitz vor allem wichtig, ob angedrohte Kürzungen bei der Kohleverstromung nun vom Tisch sind oder nicht. Am Nachmittag äußerte sich SPD-Chef Gabriel dazu: "Wir haben einen Regionalfonds beschlossen, um neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen des Strukturwandels zu schaffen. Dabei ist die Reihenfolge wichtig: Zuerst müssen wir für die vom Rückgang der Kohleverstromung betroffenen Regionen realistische und greifbare Perspektiven schaffen, bevor wir konkrete Schritte zur Verringerung der Kohleverstromung einleiten", so Gabriel. Man wolle die Menschen dort nicht alleine lassen. Bei den Einsparzielen für die Industrie habe man sich auf "vertretbare Korridore der C02-Reduzierung" geeinigt.

Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zeigte sich am Freitag "froh und erleichtert" über die Einigung. Sie sei zuversichtlich, dass sie den Plan nun pünktlich zum Beginn der Ministerberatungen bei der Klimakonferenz in Marrakesch am Montag vorstellen könne. "Das ist ein wichtiges Signal, dass Deutschland beim Klimaschutz handlungsfähig bleibt."

Am Freitagabend bedankte sich der Leag-Vorstandschef Helmar Rendez bei den Gewerkschaften sowie den Landesregierungen des Landes Brandenburg und des Freistaats Sachsen, deren großes Engagement den strukturellen Kahlschlag in der Lausitz vorerst abwendet habe.

"Konventionelle Kraftwerke werden noch für Jahrzehnte als Garant für eine erfolgreiche ,Energiewende', für eine sichere, zuverlässige und wettbewerbsfähige Energieversorgung Deutschlands benötigt", gab sich Rendez überzeugt.